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2017-11-13

Hallo Lehrplan 21! Willkommen auch im Kindergarten.

Seit nunmehr vier Monaten geht Laney in den Kindergarten und wir können bereits ein positives, wenn auch ernüchterndes Resümee geben. So gehen in der Woche mindestens drei Leggins kaputt und seit letzter Woche fehlt jegliche Spur von Laneys Trinkflasche. Doch nicht nur das ist [für uns] neu, sondern seit diesem Jahr gilt auch der neue Lehrplan 21 für Deutschschweizer Primarschüler, welcher ebenso für die Kindergartenkinder gilt. Dies bedeutet unter anderem, dass auch der Kindergarten mit Eintritt des Kindes obligatorisch geworden ist.

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In der Deutschschweiz galt bis anhin: Ein Jahr Kindergarten ist freiwillig, das Jahr vor Eintritt in die Schule ist obligatorisch. Mit Einführung des neuen Lehrplanes ist auch das erste Kindergartenjahr obligatorisch geworden. Der Lehrplan 21 wird seit diesem Jahr erst einmal im Kindergarten und in der Primarstufe eingesetzt und die Sekundarstufe folgt per Schuljahr 2019/2020, was bedeutet, dass Laney mit diesem Lehrplan gross werden wird. Und hier sehe ich bereits den ersten Pluspunkt, denn nichts ist schlimmer, als wenn inmitten eines Schuljahres Änderungen anstehen. Ich weiss noch, wie inmitten eines damaligen Schuljahres plötzlich die Neue Rechtschreibung auf uns zukam. Das sorgte für einige Verwirrung. Bei uns Schülern, aber auch den Lehrern.

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Entgegen der Schulzeit wird im Kindergarten natürlich noch mehrheitlich gespielt, aber auch bereits spielerisch gelernt. Die Kinder bekommen Einzel- und auch Gruppenaufgaben, die sie zu lösen haben. Auch bekommen sie zwischendurch kleine Hausaufgaben mit nach Hause.
Der Kindergarten findet jeden Vormittag, fünf Tage die Woche statt. Und an einem Nachmittag in der Woche ist Nachmittagsunterricht. Dieser ist aufgeteilt: Von den achtzehn Kinder aus Laneys Gruppe gehen je neun Kinder an je einem Nachmittag in den Unterricht. Dort erhalten unter anderem die ausländischen Kinder Nachhilfe in der deutschen Sprache.
Der Nachmittagsunterricht ist mit der Einführung des Lehrplans 21 ebenso obligatorisch geworden.

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Aber was genau steckt hinter diesem Lehrplan?
Der Lehrplan 21 sieht unter anderem eine enge Zusammenarbeit der Schulleitung mit den Lehrern und einen strukturierten Unterricht vor. In Luzern wird zum Beispiel das Fach Deutsch in der 1. wie auch 2. Klasse von fünf auf sechs Stunden pro Woche erhöht. Auch Mathe steigt in der 3. und 4. Klasse von vier auf fünf Lektionen pro Woche.
Dies bedeutet für die Schüler zwar eine längere Unterrichtszeit, doch die Lehrer können individueller auf die Kinder eingehen, wenn diese Probleme in einem Fach haben.
Hier spielt auch die Frühförderung im Kindergarten eine Rolle, da die Kinder bereits vor Schulantritt unterstützt werden. So lernt Laney den neuen Lehrplan bereits jetzt kennen und er wird sie auch durch die gesamte Schulzeit begleiten.
Doch etwas stört mich.

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Es scheint, als ob den Lehrern wie auch den Kindern mehr zugetraut und abverlangt wird. Während erster Punkt in meinen Augen durchaus hinnehmbar ist, kann Letzterer zu einem höheren Leistungsdruck führen. Bei den Schülern, wie auch den Lehrer. Denn auch diese könnten, wenn sie in ihrer Kollegschaft unterbesetzt sind, an ihre Grenzen stossen. Unbedingt mehr Lehrer wird es wohl vorerst nämlich nicht geben. Alleine unser Kanton möchte jährlich 20 Millionen Franken beim Kantonspersonal einsparen. Das heisst unter anderem auch, mehr Arbeit für die Lehrer bei nicht unbedingt mehr Schulpersonal.

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Dies ist mir schon bei der Anfrage für einen Hortplatz für Laney aufgefallen, wobei im Hort weniger gelernt, als aufgepasst wird. Doch in dem Hort gab es über 30 Kinder von fünf bis sechszehn Jahren auf nur zwei Lehrpersonen. „Vorgeschrieben wären maximal dreissig Kinder“, wurde mir gesagt, „doch wir können nicht mehr Hortplätze schaffen. Uns fehlt es an Personal; wir sind unterbesetzt“.

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Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass bei der Bildung unserer Kinder nicht gespart werden darf. Und die Sparmassnahmen des Kantons kommen auch bereits im Kindergarten zutage: Vor Laneys Kindergartenantritt bekamen wir eine lange Packliste mit Dingen, die wir Laney in den Kindergarten mitgeben sollten. Auf dieser standen unter anderem Bleistifte, Buntstifte wie auch diverse Kleber.
Es bleibt auf jeden Fall spannend!
Vor allem, wie es nach Laneys Schuleintritt aussehen wird. Bis dahin bleibt ja noch ein wenig Zeit und sie geht gerne in den Kindergarten. Hätten wir gemerkt, dass sie sich unwohl fühlt oder sie überfordert wäre, hätten wir sie wieder herausgenommen. Doch dem ist nicht so und wir werden sie immer unterstützen. Beim Lernen, genauso wie beim Kauf von Schulmaterial und einer neuen Trinkflasche.

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Weitere Infos zum Lehrplan 21 findet man hier: lehrplan.ch

Anne - 12:35:30 @ BLOG | 1 Kommentar

 

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