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2017-05-09

Teilen will gelernt sein!

Kürzlich waren Laney und ich beim Kinderarzt. Die nächste Zeckenimpfung stand an. Nach der Anmeldung warteten wir jedoch vor dem Eingang, weil ich mich so ungern in das Wartezimmer setze. Wie heisst es doch so schön? „Möchte man krank werden, muss man sich nur ins Wartezimmer einer Arztpraxis setzen.“ Und da wir ja hin und wieder einmal krank sind (ich habe leider immer noch eine fiese Augenentzündung), sassen wir lieber vor dem Eingang, wo Kinder auch spielen können. Das hat Laney auch getan, bis ein Junge, etwa in ihrem Alter, dazwischenfunkte und sie von den Legos wegjagte. Der Vater, ein geschniegelt und gebügelter Schweizer, lachte nur und meinte zu seinem Kind, „dass das Spielzeug auch für andere Kinder da wäre“. Doch der kleine Junge hatte seinen Vater gut im Griff, denn er beharrte darauf, dass das Spielzeug ihm gehörte und so nahm es der Vater hin.

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Das ist nicht das erste Mal, dass Laney von Spielzeug „weggejagt“ wurde. Bei einer Kollegin zu Besuch, wurde ihr das Spielzeug nicht nur von dem Kind weggenommen, sondern auch von der Mutter. Die Begründung war: „Das Spielzeug ist dem Kind wichtig und dürfte nicht von einem anderen Kind genommen werden.“
Echt jetzt? Das ist Spielzeug, kein lebenswichtiges Organ!
Solche Situationen sind es aber, die mich nachdenklich machen, welch kleine Egoisten heutzutage herangezogen werden.

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Laney teilt ihr Spielzeug gerne und auch, wenn sie eines besonders mag, habe ich ihr beigebracht, dass man trotzdem teilen kann, denn sie bekommt es ja wieder. Ich finde, die steigende Tendenz von Nachfolge-Narzissten und Tyrannen wirklich beängstigend, vor allem, weil Laney dieses Jahr in den Kindergarten kommt und dann womöglich auf mehrere dieser treffen wird. Da wird mir ja schon ganz Angst und Bange!

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Aber sind wir ehrlich: Es gibt immer mehr Narzissten, auch unter den Kleinsten. Dabei ist die Erziehung entscheidend. Doch manchmal habe ich das Gefühl, dass Werte wie Teilen, Rücksicht und Respekt nicht mehr als wichtig erachtet werden. Aber sicher setzen Eltern auch oft zu wenig Grenzen. Erziehung kostet nun einmal Zeit. Erziehung kostet auch Nerven. Das wissen wir alle. Doch man muss behutsam wie beharrlich auf das Kind eingehen. Wir sind nun mal die Eltern, nicht deren Freunde! Und Kinder brauchen Richtlinien. Wir mögen es ja auch nicht, wenn das Kind plötzlich Hü und dann Hott macht. Und genau das mag ein Kind bei den Eltern auch nicht. Es muss wissen, woran es ist und Erziehung gibt dem Kind Sicherheit. Und dabei meine ich nicht, dass man übertrieben streng sein muss. Das bin ich auch nicht! Aber wir tun unseren Kindern keinen Gefallen, wenn wir nur nach ihren Nasen tanzen und Kinder alles machen dürfen. Letztlich lernen sie nur durch uns, was richtig und was falsch ist. Aber was richtig oder was falsch ist, müssen die Eltern für sich entscheiden, ehe sie es den Kindern weitervermitteln.

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Erst kürzlich habe ich etwas von dem Nicht-Teilen Prinzip gelesen, welches von immer mehr Pädagogen wie Eltern als wertvoll angesehen wird. Soll heissen: Ein Kind spielt so lange mit einem Spielzeug, bis es fertig ist und endlich die anderen Kindern damit spielen können. Ich kann mit diesem Prinzip nichts anfangen, denn für mich hat das (wieder) mit Egoismus zu tun. Ein Kind lernt so nicht, dass das Teilen auch mit Rücksicht auf seine Mitmenschen zu tun hat. Denn eine Zeitlang mit einem Spielzeug spielen ist ja okay. Aber dann sollten auch andere Kinder dran sein, oder – was am besten wäre – die Kinder spielen gleich gemeinsam. Aber neben dem Teilen muss auch das dem Kind beigebracht werden. Und solch einen Grundstein des sozialen Verhaltens wird nun einmal von den Eltern vorgelebt wie auch beigebracht (= anerzogen).

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Nach Laneys unproblematischer Impfung sind wir übrigens wieder aus der Kinderarztpraxis raus und an den Eltern des störrischen Jungen vorbei. Die Mutter, die erst mit dem zweiten Kind in Behandlung war, sass nun neben dem Jungen und musterte mich von oben bis unten (Hab da immer noch so meine Probleme mit anderen Müttern!) und der Junge rief Laney noch blödes Zeug hinterher. Die Eltern intervenierten nicht – nur der Vater lachte wieder. Was soll man dazu noch sagen? Höchstens:

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Anne - 07:49:09 @ BLOG | 4 Kommentare

  1. Nicole

    2017-05-09

    Bin total deiner Meinung..Es gibt immer mehr kleine Monster..Viele Eltern nehmen sich nichtdie Zeit die Kinder zu erziehen.Das ist anstrengend, aber zahlt sich späteraus.. LG an dich<3

  2. Caroline

    2017-05-09

    Hallo Anne, ich sehe viele der genannten Aspekte ähnlich wie du. Mein Sohnemann (3) ist eigentlich eher zurückhaltend und vorsichtig, aber trotzdem nicht immer ein Engel. Neulich hatten wir eine schwierige Spielplatz-Situation. Wir saßen mit unseren mitgebrachten Spielzeugen in der Sandgrube, als ein Mädchen aus seinem Kindergarten zusammen mit dessen Papa auftauchte. Wir Erwachsenen führten ein freundliches, lockeres Gespräch, die Kinder allerdings begannen sofort um das Spielzeug zu streiten. Mein Sohn zog dem Mädchen immer wieder die Spielsachen weg, welche sie sich gerade nahm, ohne dass man erkennen konnte, dass er nun ausgerechnet damit spielen wollte. Ihm ging es ums Prinzip. Wohl bemerkt: Das Mädchen hatte zuvor nicht gefragt, ob es mitspielen dürfe. Ruhige und vernünftige Erklärversuche meinerseits kamen bei ihm nicht an, was ich ihm allerdings auch nicht übel nehmen konnte. Als die Kinder lauter wurden, gingen wir Eltern dazwischen und versuchten sie zu beruhigen. Ich, indem ich versuchte meinem Sohn das Teilen schmackhaft zu machen, der Vater des Mädchens aus der Kita, indem er seine Tochter damit ablenken wollte, dass sie doch aufs Klettergerüst gehen könne. Dies brachte jedoch nichts. Erst jetzt fragte das Mädchen, ob es mitspielen dürfe. Mein Sohn sagte ein klares Nein, über das sich die Kleine jedoch stur hinwegsetzte und einfach erneut begann mit dem Spielzeug zu spielen. Mein Sohn begann daraufhin verzweifelt zu weinen. Der Vater unternahm nichts und ich sehe mich auch nicht in der Position anderer Leute Kinder zu maßregeln, wenn deren Eltern daneben stehen. In diesem Moment war das Verhalten meines Sohnes zwar nicht korrekt, da er ja nicht teilen wollte. Doch ich denke, so lange Kinder noch nicht ein gewisses Alter erreicht haben, muss man von ihnen auch nicht erwarten, dass sie freiwillig alles hergeben. Das Verhalten des Mädchens empfand ich auch als egoistisch und rücksichtslos, da sie sich ja über die Grenzen meines Sohnes hinweggesetzt hat. Wir müssten uns vor Augen führen, wie es für uns wäre, wenn uns jemand ungefragt und gegen unseren Willen etwas wegnimmt. Ich glaube nicht, dass ich das lustig fände. Daher finde ich es auch nicht richtig, wenn Erwachsene über das Spielzeug ihrer Kinder bestimmen, indem sie sie zum Teilen zwingen oder überreden. Kritisch wird es natürlich dann, wenn deutlich ältere Kinder noch immer nicht teilen können. Aber ich bin der Überzeugung die meisten, auch mein Sohn, werden früher oder später herausfinden wie schön es sein kann zu teilen und sogar gemeinsam zu spielen. Also ja, teilen will gelernt sein. Da müssen wir Erwachsene uns vielleicht gar nicht so sehr einmischen. Essen und Süßigkeiten teilt mein Sohn übrigens gerne und freiwillig. Ich finde es wichtig, dass man selbst das richtige Vorbild ist. Leider gibt es da auch viele Negativbeispiele in der Stadt, in welcher wir wohnen. Zum Beispiel beobachte ich immer wieder von Neuem, wie sämtliche Erwachsene sich in die Straßenbahn hineindrängeln ohne nach links oder rechts zu schauen, wer vielleicht den Sitzplatz nötiger hätte. Auch dass hat was mit Rücksichtslosigkeit ​und im ferneren Sinne mit Nicht-teilen-wollen zu tun, finde ich. Diese Tatsache jedenfalls überzeugt mich davon, dass das Thema kein neues Phänomen ist; oder aber die Ursache dafür sein kann, dass so viele Kinder sich wie kleine Tyrannen aufführen, da ihre Eltern oder Vorbilder genau so sind. Das Nicht-Teilen zu fördern, halte ich für einen gravierenden Fehler, genauso aber den Zwang zu teilen.

  3. Anne (Administrator)

    2017-05-09

    @Caroline

    Vielen Dank für Deinen Kommentar! Da gebe ich Dir Recht: Das Mädchen hätte fragen können, ob sie mitspielen darf. Doch auch das hat mit elterlicher Erziehung zu tun und in der Tat verhalten sich die Kinder wie die Erwachsenen, die dieses Verhalten ihnen aufzeigen und vorleben. Grundsätzlich verurteile (wenn ich das Wort einmal verwenden dürfte) ich auch nie ein Kind, sondern immer deren Eltern. Und ja, je kleiner das Kind, desto verzeihbarer ist auch deren Verhalten, denn sie müssen ja auch erst einmal alles erlernen. Aber wichtig wäre es eben auch, sie überhaupt zu erziehen und leider sehe ich immer mehr dieser kleinen Tyrannen und das macht mich nachdenklich.
    Denn ich finde es z. B. auch schlimm, wird anscheinend weniger auf den Zusammenhalt (unter den Kindern) wert gelegt.
    Ganz liebe Grüsse, Anne

  4. Lisa

    2017-05-09

    Kann auch so eine Story erzählen: Mein Kleine sollte ihr Spielzeug teilen, was sie gemacht hat und das andere Kind hat einfach alles weggenommen. Die Eltenr haben nicht eingeggriffen, aber ich bin dann dazwischen und habe vermitteln versucht. Aber den Eltern war es egal. Da frage ich mcih auch, warum die so gleichgültig sind manchmal. Es ging dann und die Kidner haben miteinander gespielt. Aber eben, den Eltern schin es egal zu sein. ): Glg Lisa

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