Anne's Leben
                                            

Neueste 5 Einträge

  • Die schönsten Kinderbücher zum #SchweizerVorlesetag
  • Wenn das Kind schüchtern ist: 5 Tipps, um dem Kind zu helfen
  • Meine musikalische Einstimmung auf den Sommer!
  • Muttertag: Ein Tag für Überraschungen!
  • Ausflugsziele für die ganze Familie in der Schweiz #1: Flughafen Zürich & Ebianum

2018-03-16

Die moderne Selbstsklaverei

Erst kürzlich hat mir Max eine kleine Story erzählt. Er hörte einem Gespräch zwischen zwei Bauarbeitern auf der Baustelle zu, auf welcher er momentan arbeitet. Während der eine mit seinem neuen Auto vorgefahren und für Staunen gesorgt hatte, meinte ein anderer nur, dass er das Geld lieber in eine neue Küche investiert hätte. Daraufhin hatte der Neuwagen-Besitzer nur entgegnet: „Aber eine neue Küche würden die Nachbarn nicht sehen.“

FOTO 1 PRESTIGE.jpg

Diese verzerrte Selbstdarstellung war mir schon immer suspekt, um nicht zu sagen unsympathisch. Das ist ziemlich oberflächlich und genauso schätze ich auch immer diese Menschen ein. Es kommt sehr blasiert und erhaben rüber, wenn man den Drang verspürt, seine Statussymbole nach aussen tragen zu müssen.

FOTO 2 PRESTIGE.jpg

Eine ähnliche Story kann ich im Übrigen auch erzählen: Als ich vor nicht allzu langer Zeit mit Max Laney zum Kindergarten gefahren habe, sah ich, wie eine Mutter unser Auto inspizierte. Es war jene Mutter, die mich sonst ignoriert, doch an diesem Tag grüsste sie uns in einer fast schon übertrieben überschwänglichen Art. Es schien, als ob wir es endlich wert waren, von ihr gegrüsst zu werden – und dies nur dank unseres Gefährts, welches für uns lediglich ein Mittel zum Zweck ist. Nämlich von A nach B zu kommen.

FOTO 3 PRESTIGE.jpg

Das Leben ist dazu da, es zu leben und zu geniessen. Dazu gehört für einige Menschen auch das in ihren Augen richtige Prestige, doch nicht für uns. Wir sind glücklich und zufrieden mit dem, was wir haben, denn nicht alle Menschen können sich derart glücklich schätzen. Alleine der Umstand, dass wir ein Dach über dem Kopf haben, fliessendes, sauberes Wasser, genügend Lebensmittel und dass wir alle gesund sind, macht uns zu sehr reichen Menschen.

FOTO 4 PRESTIGE.jpg

Natürlich leisten wir uns ab und an auch mal etwas, doch wir machen uns nicht zu Sklaven der modernen Welt. Denn dabei gehen Tugenden wie Umsicht und Mitgefühl verloren. So wäre etwas mehr Kontenance schön, vor allem jenen Menschen gegenüber, die in der Tat weniger zum Leben haben. Und wie einst schon der römische Dichter Horaz sagte: „Wer nicht von Wenigem zu leben versteht, wird zeitlebens ein Sklave bleiben.“

Anne - 08:35:11 @ BLOG | 4 Kommentare

  1. Dani

    2018-03-16

    Sehe ich genauso.👍 Lg

  2. Olga

    2018-03-16

    bin auch der meinung, weniger ist mehr. find ich gut geschrieben und auch das du darauf aufmerksam machst. glg und schönes Wochende.

  3. Tabea

    2018-03-16

    han au so öpis erläbt i dr schul. fruchtbar so öpis. es goht nur drum was mer hät und nöt ob man e guete charakter hand. dabi isch das wichtigste. 🤔

  4. Alex

    2018-03-26

    👍👍👍

Kommentar hinzufügen

Die Felder Name und Kommentar sind Pflichtfelder.