Anne's Leben
                                            

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2018-03-03

Filmrezension zu I, TONYA

Den Film I, Tonya wollte ich unbedingt sehen. Am gestrigen Abend war es dann soweit und ich habe ihn zusammen mit einer lieben Freundin im Kino gesehen, im Originalton. Und was soll ich sagen? Was für ein Film! Denn I, Tonya basiert auf der wahren Geschichte der ehemaligen Eiskunstläuferin Tonya Harding, welche als erste amerikanische Eiskunstläuferin den dreifachen Axel schaffte und dafür 1987 gefeiert wurde. 1991 wurde sie sogar US-Meisterin, doch das Glück hielt nicht lange an und nach einer Attacke 1994 auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan wurde Tonya Harding lebenslänglich vom Eiskunstlauf disqualifiziert.

FOTO 1 I TONYA.jpg

I, Tonya wird in Retrospektive gezeigt, während Tonya (gespielt von Margot Robbie), ihr Mann Jeff (gespielt von Sebastian Stan) und Tonyas Mutter LaVona (gespielt von Allison Janney) Interviews über die damaligen Geschehnisse geben. Dabei wird klar, wie Tonya von ihrer tyrannischen Mutter zum Erfolg gepusht wurde und wie sie mit gerade erst fünfzehn Jahren ihren späteren Ehemann Jeff kennen- und lieben lernt. Bereits während ihrer Kindheit war sie gewaltigen Übergriffen ihrer Mutter ausgesetzt, was sich in ihrer Ehe durch ihren Ehemann Jeff fortführte. Ihr Mann ist es auch, der zusammen mit seinem Kumpel Shawn den Plan ausheckt, Tonyas Konkurrentin Nancy Kerrigan auszuschalten. Während Jeff an Drohbriefe denkt, heuert Shawn einen Schläger an, der Nancy nach einer Probe auf dem Eis das Knie zertrümmert. Es dauert nicht lange, da fällt der Verdacht auf Jeff und letztlich auch auf Tonya.

FOTO 2 I TONYA.jpg

Tonya Harding war mir schon immer sympathischer als Nancy Kerrigan, denn Letztere machte schon vor der Attacke einen recht überheblichen Eindruck. Und obwohl Tonya für viele Menschen ein etwas eigenwilliges Wesen hat (was kein Wunder darstellt anhand ihrer Erlebnisse), tat man ihr mit der Disqualifikation unrecht. Da denke ich doch gern an Mike Tyson zurück, der 1997 Evander Holyfield während eines Boxkampfes ein Stück seines rechten Ohrs abgebissen hat und trotzdem weiterkämpfen durfte … Nun denn, so tragisch die Geschehnisse im Fall von Tonya Harding waren, ist der Film als schwarze Komödie dargestellt und man muss in der Tat an manchen Stellen lachen. Man kommt schnell in den Film rein, sind die anfänglichen Abläufe schnell dargestellt sowie die Musik Crème de la Crème mit unter anderem „Goodbye Stranger“ von Supertramp, „Sleeping Bag“ von ZZ Top oder „Dream a little dream of me“ von Doris Day. Wenn es jedoch um die Attacke und die nachfolgenden Geschehnisse geht, wurden diese im Film etwas langatmig dargestellt. Das stört aber nicht angesichts des gesamten Films. Besonders möchte ich an dieser Stelle die schauspielerischen Leistungen von Margot Robbie und vor allem Allison Janney hervorheben, hat Letztere zu Recht bereits einige Auszeichnungen erhalten. So unter anderem den Golden Globe Award 2018 als beste Nebendarstellerin. Und morgen Abend kommt heraus, ob Margot Robbie und/oder Allison Janney einen Oscar gewinnen.
Zu gönnen wäre es ihnen, denn der Film I, Tonya ist in meinen Augen wirklich sehenswert!

Anne - 10:56:49 @ BLOG | 2 Kommentare