Anne's Leben
                                            

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2018-05-18

Wenn das Kind schüchtern ist: 5 Tipps, um dem Kind zu helfen

Schüchternheit kann vererbt werden. So hätte ich es gerne meinem Kind erspart, so zu werden wie ich einst als Kind war. Ich war sehr schüchtern und kann mich daher sehr gut in mein Kind hineinversetzen. Als dann der Kindergarteneintritt näher rückte, wurde sie von ihrer Schüchternheit überschattet.

Foto 1 Schchternes Kind.jpg

Es dauerte sechs Monate, ehe sich Laney an die neue Situation gewöhnt hatte. Anfänglich hatte sie nicht nur mit der neuen Bezugsperson im Kindergarten Mühe, sondern auch mit den vielen Kindern. In ihrer Kindergartengruppe gibt es 18 Kinder und bei diesen sind so gut wie alle Charaktere vorhanden. Von sozial Verträglichen über draufgängerischen Raufbolden bis hin zu besserwisserischen  Grossmäulern. Und obwohl mein Kind sehr sozial ist und gerne teilt, zog sie sich zurück. Sie sprach weder mit der Kindergärtnerin, noch mit den Kindern. Und wie wir Erwachsene es nun einmal wissen, können Kinder ganz schön ungerecht zueinander sein. Das könnte letztlich ein Grund sein, warum sich ein Kind zurückzieht. Auch Laney hatte mit der Art und Weise von einigen der Kinder Mühe und das machte der Kindergärtnerin Sorgen. Während die anderen Kinder also ihren Platz fanden und oftmals laut waren, war sie zu ruhig.

Foto 2 Schchternes Kind.jpg

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ein Kind einer gewissen Norm zu entsprechen hat, sonst fällt es durch das vorgegebene Raster. Doch im Fall von Laney wussten wir, wie wir das Problem anpacken konnten. Nachfolgend habe ich deshalb fünf Tipps, wie wir es geschafft haben, unser Kind aus der Schüchternheit zu locken.

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Tipp 1: Für die äussere und innere Kraft
Mein Kind liebt Sport! So geht Laney nicht nur seit Anfang des Jahres in den Karateunterricht, sie geht auch einmal in der Woche zum Turnunterricht. Besonders die Kampfkunst ist ein guter Sport um das Selbstbewusstsein zu stärken und der Turnunterricht ist extra für schüchterne Mädchen. So turnen wöchentlich fünf Mädchen zusammen, die sich nicht nur dabei kennenlernen können, sondern auch zeigen können, wie mutig sie eigentlich sind. Und dies ohne Ausgrenzung und das Gefühl, schlecht zu sein oder schlecht gemacht zu werden.

Foto 4 Schchternes Kind.jpg

Tipp 2: Erfolge schaffen
Den nächsten Tipp erhielt ich von Laneys Sportlehrerin: Ich bastelte mit meinem Kind zusammen ein Poster, auf welchem sie ihre Wünsche schreiben sollte. Unter anderem steht nun auf diesem, dass sie sich wünscht, auf andere Kinder zugehen zu können. Wenn sie also jetzt zum Beispiel anderen Kindern „Hallo“ sagen kann, dann erhält sie einen Sticker, welchen sie auf das Poster kleben kann. So gehen wir Stück für Stück vor, dass sie noch mehr Selbstvertrauen gewinnt. Die Methode hat bis jetzt gut geklappt und sie hat Freude daran, etwas geschafft zu haben (fremde Kinder anzusprechen) und eine Belohnung für ihren Mut zu erhalten (einen Sticker für ihr Poster).

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Tipp 3: Kinder als Stütze
Auch viel unter Kinder zu gehen, wird sich hilfreich auswirken. Dies kann in einem (Sport-)Verein passieren, oder auch auf einem Spielplatz. Wir erkunden immer mal wieder einen neuen Spielplatz oder gehen auf die grösseren, gut besuchten Spielplätze. Dort trifft man immer Kinder, mit denen das schüchterne Kind versuchen kann, anzubandeln. Eine weitere Möglichkeit wäre, Spielnachmittage zu veranstalten oder das Kind einmal bei einer Freundin (oder einem Freund) übernachten zu lassen. Auch wir hatten letztens erst eine Freundin von Laney bei uns zu Besuch. Die beiden Mädchen haben nicht nur zusammen gespielt, das Mädchen hat auch bei uns übernachtet und die Freude war beiderseits sehr gross!

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Tipp 4: Auf andere setzen
Obwohl es für manche Eltern nicht einfach ist, wäre eine weitere Bezugsperson für ein schüchternes Kind nicht schlecht. Es sollte eine Person sein, welcher man zu 100% vertraut und welche gegebenenfalls auch Kinder hat. So kann diese Person das schüchterne Kind zum Spielen einladen, mit allen Kindern auf einen Spielplatz gehen oder eine Übernachtung veranstalten. Das schüchterne Kind lernt so, dass es sich auch auf andere Menschen verlassen kann und keine Angst haben muss.

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Tipp 5: Du kannst das!
Der nächste Tipp ist für alle Bezugspersonen des Kindes wichtig. Sei es die Eltern, die Grosseltern, die Tante, die beste Freundin der Mama oder andere. Denn ein Kind braucht Bestätigung und man muss einem schüchternen Kind oft und viel Mut machen. Dies kann auf dem Spielplatz geschehen, wenn das Kind Angst hat, auf andere Kinder zuzugehen oder wenn es darum geht, dass das Kind den Schulweg alleine meistern muss. „Du kannst das!“ oder „Du musst keine Angst haben!“ sind jene Sätze, welche ich oft zu meinem Kind sage. Man muss einem schüchternen Kind gut zureden und bestärken, dass es etwas kann, obwohl es das Gefühl hat, es nicht schaffen zu können. Auch beim Einkaufen kann man dem Kind helfen. Oft gebe ich Laney das Geld, damit sie bezahlen kann. Zwar spricht sie dann nicht viel, aber sie traut sich mittlerweile, der Verkäuferin das Geld zu überreichen. Und sobald sie ihre Schüchternheit auf die Seite schieben kann, sich etwas zutraut und letztlich macht, lobe ich sie dafür. Lob ist nämlich letztlich genauso wichtig, wie ein Kind zu bestärken.

Foto 8 Schchternes Kind.jpg

Nun möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich keine Psychologin bin. Das muss man aber auch nicht zwangsläufig sein. Ich bin Mutter und kenne mein Kind. Ich weiss, wie ich in gewissen Situationen reagieren und auch handeln muss. Dies ist auch ganz wichtig und man sollte in Sachen Schüchternheit klein anfangen. Kleine Schritte sind besser, als wenn man mit einer Hauruckaktion versucht, aus einem schüchternen Kind einen mutigen Draufgänger zu machen. Das klappt nämlich nicht. Doch stets das Kind bestätigen, loben und Gelegenheiten schaffen, wobei das Kind merkt, dass es etwas kann, ist wichtig. Auch, dass man das Kind nicht überbeschützt und ihm Sachen zutraut. Ich weiss, dass mitunter Eltern Angst haben, wenn Kinder auf Klettergerüste umher klettern. Aber man sollte das Kind lassen und einfach dabeistehen, damit nichts passiert. Denn Schüchternheit und Angst lassen sich nicht nur vererben, sondern leider auch vorleben. Ich bezeichne es immer gern als Aktion gleich Reaktion. Das Kind lernt aus den Reaktionen der Eltern deren Verhalten und ahmt dieses nach.

Foto 9 Schchternes Kind.jpg

Zu guter Letzt möchte ich noch auf einen wichtigen Umstand hinweisen: Jedes Kind braucht einmal Zeit für sich. Wenn sich das Kind also mal abkapselt, ist das kein Grund zur Sorge. Sollte sich das Kind aber trotz aller Bemühungen über einen längeren Zeitraum zurückziehen und weiterhin schüchtern sein, muss man behutsam nachfragen, woran es liegt. Vielleicht wird es sogar von seinen Mitschülern gemobbt. Dann ist es wichtig, dass man alle beteiligten Stellen informiert, sei es die Lehrperson oder sogar die Schulleitung!

Anne - 06:45:04 @ BLOG | 6 Kommentare

  1. Marina

    2018-05-18

    meiner maus ging es ähnlich wie deiner. mittlerweile ist es aber besser geworden, sie brauchte einfach zeit. super blogpopst und schön, dass du darauf aufmerksam machst! :-*

  2. Dani

    2018-05-18

    Bei den Kinder gibt es echt alle Charaktere, aber die schüchternen gehen wirklich unter. Mein kleiner ist auch sehr schüchtern und wir versuchen grad, ihn da ein bisschen rauszuholen. Die Tipps sind daher sehr willkommen und ich probiere es gern mal aus. Besonders das Poster hört sich super an. 😍👍

  3. Rahel

    2018-05-18

    mega guet😍👍

  4. Luzia

    2018-05-18

    Ich glaube auch, dass für ein Kind die Bestätigung wichtig ist. “Hab keine angst und trau dich” sind super. Hat bei usn auch funktioniert! Die anderen Tipps sind auch super, vielen Dank. Wie immmer ein toller Blogpost und ich sende dir und Laney ganz liebe Grüsse.

  5. Andrea

    2018-05-18

    Oh ja, loben ist ganz wichtig! Das haben wir auch gemerkt. Super Blogpost! 👍 LG Andrea

  6. Lina

    2018-05-18

    mega..o.o wenn ich das nur wüsste als ich jügner war. ich war total schüchtern und man meinte, mit mir stimmt was nicht.aber ich war einfach schüchtern. wichtig ist das Kind nicht auszugrenzen, nur weil es sich was nicht traut.merci für den post und glg

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